
Was sie schon immer über Würfelzucker wissen wollten, aber sich nie getraut haben zu fragen:
Wieso nennt ihr euch Würfelzucker? Sponsert euch die Zuckerindustrie?
Entstanden ist der Name 1991 zur ersten Aufführung von “Die Fremde Stadt”. Bis dahin nannten wir uns “Theater KAZen”, da wir nach kurzer Zeit im KAZ unsere Probenheimat gefunden hatten. Es gab einige kreative, waghalsige und verwirrte Ideen, bis unsere damalige Regisseurin, Elke Ubl, uns mitteilte, dass wir uns auf dem Namen “Würfelzucker” geeinigt haben. Erst waren wir verwirrt, dann kam uns der Name waghalsig vor und mittlerweile finden wir den nur noch kreativ. Dazu passend haben wir nun auch Kandis und mal sehen, wenn wir etwas älter werden, können wir ja auch noch unsere Senioren Gruppe “natreen” gründen.
Wie alt ist denn das jüngste Mitglied und darf man erfahren wer der älteste Darsteller ist?
Lawa ist 19 und Nein, das wollte Thorsten Kahl (44) nicht auf der Webseite veröffentlichen.
Seit 20 Jahren seid Ihr dabei, gibt es etwa auch noch Gründungsmitglieder, die im hohen Alter noch mitspielen?
Die jungen Damen Petra und Mel sind seit 20 Jahren dabei. Ihr 10 jähriges durften schon Katja, Mike, Axel, Burkhard, Michael, Thorsten, Melanie, Lars und Stefan “feiern”.
Was unterscheidet Euch von anderen Gruppen in Elmshorn und Umgebung? Seid Ihr anders? Cooler? Lustiger? Oder?
Man kann die Gruppen schwer vergleichen, jede hat sein eigenes Publikum. Wir haben zum Beispiel keine eigene Bühne und wir spielen hochdeutsch. Wir sind eine Amateurgruppe mit dem Anspruch unsere Zuschauer zu unterhalten. Das wir dieses mit viel Spaß und ganzem Herzen machen, kann man hoffentlich auf der Bühne sehen. In Elmshorn pflegen wir übrigens zur “Wilden 13” ein sehr freundschaftliches Verhältnis, mit denen wir teilweise den Probenraum teilen und auf diesen Weg auch grüßen wollen ….
Seid Ihr ein richtiger Verein, so mit allem was dazu gehört? Habt Ihr auch ein Clubheim und eine Vereinshymne?
Die Hymne fehlt uns noch, das Clubheim leider auch, aber der Jurist würde sagen, das wir ein richtiger Verein sind. Die Vereinsgründung hatte aber eher praktische Gründe. Wir sind dadurch in der Lage unsere Finanzen besser zu organisieren und zu planen; Verträge, Versicherungen und Mitgliedschaften sicher zu regeln und administrative Aufgaben von den Proben fernzuhalten. Zusätzlich können wir unter dem Dach des Vereins auch weitere Gruppen einbinden, was wir mit unserem Kandisprojekt bereits sehr erfolgreich umgesetzt haben. Für die meisten Darsteller ist der Verein völlig transparent und bis auf eine (!) Vereinssitzung für die Wahlen alle zwei (!) Jahre nicht spürbar. Und selbst diese dauert keine Stunde.
Ich glaube ich bin ein Schauspieler und die Bühne braucht mich, wann ist mein Auftritt?
Schauspieler sind wir alle, die Lust haben Theater zu spielen. Wir casten nicht, sondern versuchen aus jedem das Beste heraus zu holen. Aber genauso wichtig wie die Lust am Spielen, ist die Chemie mit der Gruppe. Da wir ca. 8 Monate intensiv, zwei mal die Woche (plus 3 kompletten Wochenenden) proben, ist es wichtig, dass wir als Team arbeiten. Und da kann es auch mal sein, dass man im ersten Jahr hinter Bühne mitwirkt oder nur eine kleine Rolle bekommt.
Bildet Ihr auch aus? Muss man sich bewerben?
Bei uns kann man keinen Beruf erlernen, von Bezahlung und Urlaub wollen wir dann auch gar nicht anfangen zu reden, aber ja, wir bilden aus! Unsere Jugendgruppe heißt Kandis und wird aktuell von Michael, Katja und Thorsten (Mohr), Torsten (Witttig) und noch ein Thorsten (Kahl) gemeinsam geleitet. Wobei „Leitung“ etwas übertrieben klingt, denn eigentlich wollen wir, dass unser Nachwuchs sich selbst verantwortet und leitet. Kandis gibt es jetzt schon seit fast 2 Jahren, wobei die Idee und der Name schon vor ca. 10 Jahren entstanden sind und mit ein Grund für die Vereinsgründung war. Weitere Infos findet Ihr hier.
Beim letzten mal ward Ihr ausverkauft, ihr müsst ja Kohle ohne Ende haben, oder?
Die 850 Zuschauer im Statdttheater an zwei Tagen waren ein Ergebnis, auf das wir sehr stolz sind. Aber ohne Jammern müssen wir leider sagen, dass so eine Produktion auch etwas Geld kostet. Wenn wir gerade nicht das Stück selber geschrieben haben, kommen dort die Gebühren für die Aufführungsrechte dazu, etwas Werbung machen wir auch jedes Jahr und das Bühnenbild kostet ebenfalls ein paar Euros. Dazu noch Maske, Programmheft und die ca. 20 Flaschen Sekt vor der Premiere …. Aber am Ende ist noch etwas Geld für unser Premierenfeier und etwas um unsere Jugendarbeit zu stützen. Dann haben wir auch noch großes vor ……
Donnerstag 3. September 2009 um 18:37
Hallöchen,
wenn ich Eure Seite hier so lese, kann man wirklich neidisch werden. Die Seite (Seiten) sind klasse aufgemacht und überzeugen.
Jetzt muss ich zum “wir” übergehen: Wir sind auch eine kleine Theatergruppe, angeschlossen in einem Sportverein. Leider haben wir auch keine Bühne und müssen alles selbst aufbauen. Insgesamt haben wir “nur” drei Aufführungen pro Jahr. Eben, weil wir auch keine Profis sind, wird extra dafür eine Turnhalle umgebaut, so gut es geht. Und – es geht.
Auch wir spielen hochdeutsch, denn “platt” verstehen und sprechen immer weniger. Gerade auch von zugezogenen Bürgern hört man immer wieder, dass “platt” nicht ihr Ding ist.
Aber – wir haben mit hochdeutsch auch unseren Erfolg und unsere Zuschauer. Wir treiben unser “Unwesen” in Borstel (bei Winen/L.) seit dem Jahre 1998. Doch leider, leider fehlen uns junge Leute. Und – wir sind kein eigener Verein. Nichtsdestotrotz sind wir mit Spaß bei der Sache und freuen uns schon auf´s nächste Jahr (wir spielen immer im März). Wie sind wir auf Euch gestoßen? Nundenn, das Internet macht´s möglich. Wir sind gerade auf der Suche nach einem neuen Stück und haben gerade “Zwischen Wahnsinn und Mallorca” angelesen und geschaut, was es darüber im Internet alles so gibt…
Euch weiterhin viel Spaß und immer ein volles Haus.
Viele Grüße
Heinz Niedermeier