Was sie schon immer über Würfelzucker wissen wollten, aber sich nie getraut haben zu fragen (geschrieben 2009 von Mike, aktualisiert 2017 von Michael):

Wieso nennt ihr euch Würfelzucker? Sponsert euch die Zuckerindustrie?
Entstanden ist der Name 1991 zur ersten Aufführung von „Die Fremde Stadt“. Bis dahin nannten wir uns „Theater KAZen“, da wir nach kurzer Zeit im KAZ unsere Probenheimat gefunden hatten. Es gab einige kreative, waghalsige und verwirrte Ideen, bis unsere damalige Regisseurin, Elke Ubl, uns mitteilte, dass wir uns auf dem Namen „Würfelzucker“ geeinigt haben. Erst waren wir verwirrt, dann kam uns der Name waghalsig vor und mittlerweile finden wir den nur noch kreativ. Dazu passend haben wir nun auch Kandis und mal sehen, wenn wir etwas älter werden, können wir ja auch noch unsere Senioren Gruppe „natreen“ gründen.

Wie alt ist denn das jüngste Mitglied und darf man erfahren wer der älteste Darsteller ist?
Vor allem durch den „hauseigenen“ Nachwuchs (Kandis) haben wir Mitglieder, wo die Volljährigkeit noch nicht so lange her ist und Ja, inzwischen ist der ein oder andere auch schon über 50.

Seit fast 30 Jahren seid Ihr dabei, gibt es etwa auch noch Gründungsmitglieder, die im hohen Alter weiterhin mitspielen?
Leider haben wir mit Mel nur noch ein aktives Gründungsmitglied. Es sind aber inzwischen schon einige seit über 20 Jahren dabei. Zu den Urgesteinen zählen: Katja, Burkhard, Michael, Thorsten, Melanie, Lars und Stefan.

Was unterscheidet Euch von anderen Gruppen in Elmshorn und Umgebung? Seid Ihr anders? Cooler? Lustiger? Oder?
Man kann die Gruppen schwer vergleichen, jede hat ihr eigenes Publikum. Wir haben zum Beispiel keine eigene Bühne und wir spielen hochdeutsch. Wir sind eine Amateurgruppe mit dem Anspruch unsere Zuschauer zu unterhalten. Das wir dieses mit viel Spaß und ganzem Herzen machen, kann man hoffentlich auf der Bühne sehen. In Elmshorn pflegen wir übrigens zur „Wilden 13“  ein sehr freundschaftliches Verhältnis und die wollen wir auf diesen Weg auch ganz herzlich grüßen …

Seid Ihr ein richtiger Verein, so mit allem was dazu gehört? Habt Ihr auch ein Clubheim und eine Vereinshymne?
Die Hymne fehlt uns noch, das Clubheim leider auch, aber der Jurist würde sagen, das wir ein richtiger Verein sind. Die Vereinsgründung hatte aber eher praktische Gründe. Wir sind dadurch in der Lage unsere Finanzen besser zu organisieren und zu planen; Verträge, Versicherungen und Mitgliedschaften sicher zu regeln und administrative Aufgaben von den Proben fernzuhalten. Zusätzlich können wir unter dem Dach des Vereins auch weitere Gruppen einbinden, was wir mit unserem Kandisprojekt bereits sehr erfolgreich umgesetzt haben. Für die meisten Darsteller ist der Verein völlig transparent und bis auf eine (!) Vereinssitzung für die Wahlen alle zwei (!) Jahre nicht spürbar.  Und selbst diese dauert keine Stunde.

Ich glaube ich bin ein Schauspieler und die Bühne braucht mich, wann ist mein Auftritt?
Schauspieler sind wir alle, die Lust haben Theater zu spielen. Wir casten nicht, sondern versuchen aus jedem das Beste heraus zu holen. Aber genauso wichtig wie die Lust am Spielen, ist die Chemie mit der Gruppe. Da wir ca. 8 Monate intensiv, zwei mal die Woche (plus 3 kompletten Wochenenden)  proben, ist es wichtig, dass wir als Team arbeiten. Und da kann es auch mal sein, dass man im ersten Jahr hinter der Bühne mitwirkt oder nur eine kleine Rolle bekommt.

Bildet Ihr auch aus? Muss man sich bewerben?
Bei uns kann man keinen Beruf erlernen, von Bezahlung und Urlaub wollen wir dann auch gar nicht anfangen zu reden, aber ja, wir bilden aus! Unsere Jugendgruppe heißt Kandis, aktuell gibt es dort leider keine Aktivitäten und kein Projekt, aber das heißt nicht, dass es irgendwann mal wieder losgeht. Und dann wird auch wieder jemand von den „Erfahrenen“ mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ziel ist es aber, dass unser Nachwuchs sich selbst verantwortet und leitet. Weitere Infos findet Ihr hier.

Bei euren Auftritten habt ihr immer sehr viele Zuschauer,  ihr müsst ja Kohle ohne Ende haben, oder?
Ja wir hatten bisher im Stadttheater immer eine sehr gute Zuschauerresonanz. Aber ohne Jammern müssen wir leider sagen, dass so eine Produktion auch etwas Geld kostet. Im Stadttheater darf man leider nicht kostenlos auftreten. Wenn wir gerade nicht das Stück selber geschrieben haben, kommen dort die Gebühren für die Aufführungsrechte dazu, etwas Werbung machen wir auch jedes Jahr und das Bühnenbild kostet ebenfalls ein paar Euros. Dazu noch Maske, Programmheft und die ca. 20 Flaschen Sekt vor der Premiere …. Aber am Ende ist noch etwas Geld für unser Premierenfeier und etwas  um unsere Jugendarbeit zu stützen.

2 Gedanken zu „Dies und Das über Uns

  1. Gunnar Jargstorff

    Hej ihr Würfelzuckler,
    da schaue ich mal wieder auf die Seite und schon entdecke ich eine kleine Ungereimtheit. Ich glaube ja, dass der Name „Würfelzucker“ gemeinsam gefunden wurde. Irgendwann nach den Proben zu „Die fremde Stadt“ saßen wir doch noch im KAZ und überlegten einen neuen Namen, da „TheaterKAZen“ ja nu wirklich nicht auf das Plakat sollte. Ich glaube, es war Björn Bohm, der mit den Päckchen Würfelzucker spielte und den Namen vorschlug (ich glaube ja, er fand die englische Übersetzung recht cool, aber das ging wohl irgendwie nicht). Na ja, von da an hießen wir Würfelzucker…

    So meine Erinnerungen. War eine schöne Zeit und ich denke immer gerne neidisch zurück. Nach nun 17 Jahren habe ich mich entschlossen auch wieder zu spielen, hier in Lüneburg bei der Gruppe Rampenlicht. Viele Grüße an alle!

    Gunnar (Geoff, Bunky, Joe)

  2. Heinz Niedermeier

    Hallöchen,

    wenn ich Eure Seite hier so lese, kann man wirklich neidisch werden. Die Seite (Seiten) sind klasse aufgemacht und überzeugen.
    Jetzt muss ich zum „wir“ übergehen: Wir sind auch eine kleine Theatergruppe, angeschlossen in einem Sportverein. Leider haben wir auch keine Bühne und müssen alles selbst aufbauen. Insgesamt haben wir „nur“ drei Aufführungen pro Jahr. Eben, weil wir auch keine Profis sind, wird extra dafür eine Turnhalle umgebaut, so gut es geht. Und – es geht.
    Auch wir spielen hochdeutsch, denn „platt“ verstehen und sprechen immer weniger. Gerade auch von zugezogenen Bürgern hört man immer wieder, dass „platt“ nicht ihr Ding ist.
    Aber – wir haben mit hochdeutsch auch unseren Erfolg und unsere Zuschauer. Wir treiben unser „Unwesen“ in Borstel (bei Winen/L.) seit dem Jahre 1998. Doch leider, leider fehlen uns junge Leute. Und – wir sind kein eigener Verein. Nichtsdestotrotz sind wir mit Spaß bei der Sache und freuen uns schon auf´s nächste Jahr (wir spielen immer im März). Wie sind wir auf Euch gestoßen? Nundenn, das Internet macht´s möglich. Wir sind gerade auf der Suche nach einem neuen Stück und haben gerade „Zwischen Wahnsinn und Mallorca“ angelesen und geschaut, was es darüber im Internet alles so gibt…
    Euch weiterhin viel Spaß und immer ein volles Haus.

    Viele Grüße

    Heinz Niedermeier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.